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Feb
06

Soll man Vögel und Wildtiere im Winter füttern?

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Kaum sinken die Temperaturen und der erste Schnee fällt, fragen sich Menschen, ob sie Wildtiere und Vögel füttern sollen. Igel werden in das Haus geholt, Brot wird ausgelegt. Doch ist dies alles wirklich nötig?
Vögel im Winter
Während Singvögel im Sommer an Früchten picken oder auf die Jagd nach Insekten gehen, besteht in der kalten Jahreszeit ein verknapptes Nahrungsangebot. Gerade bei einer geschlossenen Schneedecke ist es für Meisen, Amseln und Rotkehlchen nicht so leicht, etwas Essbares zu finden. Daher empfiehlt es sich, unseren gefiederten Freunden ein wenig Nahrung bereitzustellen.

Futtermischungen oder Meisenknödel?


Meise am Meisenknödel
Meise am Meisenknödel

Spatzen, Meisen oder Finken bevorzugen Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Weizen- und Haferkörner oder Hanf- und Leinsamen. Dagegen naschen Amseln, Singdrosseln und Rotkehlchen gern an aufgeschnittenen Früchten und Beeren. Während sich etwa Meisen an Futterglocken oder Körnerspendern festklammern können, sollten die Leckereien für Amseln auf dem Boden verteilt werden. Dabei sollte man darauf achten, die Nahrung für Vögel so auszulegen, dass diese nicht Beute von Hauskatzen werden, die ihnen im Garten auflauern. Auf die bekannten Meisenknödel im Netz sollte verzichtet werden, da sich Tiere darin verfangen können.

Auch Eichhörnchen nutzen das Angebot


Von der Zufütterung profitieren auch Kleinsäuger wie Eichhörnchen oder auch Igel. Die Stachelträger halten jedoch von November bis März Winterschlaf und freuen sich daher im Herbst über ein reichhaltiges Angebot. Sie dürfen auf keinen Fall Milch erhalten, da sie davon Durchfall bekommen und nicht nur erkranken, sondern sogar sterben können. Ansonsten mögen Igel alles, was auch Katzen gerne fressen. Sollte im Winter ein Tier auftauchen, empfiehlt es sich die Igelnothilfe oder ein Tierheim zu informieren und um Rat zu fragen. Eichhörnchen mögen nicht nur Wal- und Haselnüsse und Eicheln, sondern freuen sich genauso über Sonnenblumenkerne und kleine Karotten- und Apfelstückchen.

Ein Naturgarten mit Obstbäumen, Laubhaufen, Sonnenblumen und Hagebutten bietet für Wildtiere und Singvögel beste Bedingungen, um über den Winter zu kommen. So lassen sich nicht nur Finken, Drosseln und Zeisige die süßsauren, vitaminreichen Hagebutten schmecken, sondern auch andere Gartenbewohner wie der Steinmarder.

Neben dem Futter benötigen Tiere bei Minusgraden auch Wasser. Besonders Vögel und Kleinsäuger wie Eichhörnchen profitieren von einer Schale mit frischem Wasser, die regelmäßig gesäubert und erneuert wird.
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Über den Autor

Marco Schmitz (Alle Beiträge anzeigen)

... Dabei seit: 17.08.2012.
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